Viele Eltern kommen mit einer ganz ähnlichen Frage zu mir:
„Wie läuft eine Testung auf LRS eigentlich ab?“
Diese Frage ist berechtigt. Denn eine gute Diagnostik ist die Grundlage jeder sinnvollen Lerntherapie. Ohne sie bleibt Förderung oft unspezifisch – und genau das kostet Kinder unnötig Kraft und Selbstvertrauen.
Der Start jeder Lerntherapie: eine fundierte Testung
Bevor ich mit der eigentlichen Lerntherapie beginne, teste ich jedes meiner Therapie-Kinder gezielt auf seine Lese- und Rechtschreibfertigkeiten.
Ich arbeite dabei mit standardisierten und normierten Testverfahren. Das bedeutet:
Die Ergebnisse sind objektiv, vergleichbar und fachlich abgesichert – keine Bauchentscheidungen, kein Rätselraten.
Diese Bereiche schaue ich mir genau an
Die Testung umfasst mehrere Bausteine, um ein möglichst klares Bild zu bekommen:
- Lesegenauigkeit
Wie sicher liest das Kind einzelne Wörter und Texte? - Lesetempo
Wie flüssig gelingt das Lesen im Vergleich zu Gleichaltrigen? - Gedächtnisleistung
Eine wichtige Grundlage für das Abspeichern von Laut-Buchstaben-Zuordnungen und Rechtschreibmustern. - Lautgetreues Schreiben
Kann das Kind Wörter so schreiben, wie es sie hört? - Anwendung von Rechtschreibregeln
Dazu gehören auch Groß- und Kleinschreibung sowie das korrekte Setzen von Satzzeichen.
Wichtig dabei:
Es geht nicht um „richtig oder falsch“.
Es geht darum, genau hinzuschauen, wo die Schwierigkeiten liegen und welche Fähigkeiten bereits vorhanden sind.
Vergleich mit Altersnormen – warum das entscheidend ist
Die Testergebnisse werden anschließend mit den Leistungen gleichaltriger Kinder verglichen.
Nur so lässt sich objektiv einschätzen:
- Liegen die Schwierigkeiten noch im altersentsprechenden Bereich?
- Oder besteht ein klarer Förderbedarf?
Erst wenn die Leistungen deutlich von denen gleichaltriger Kinder abweichen, spricht man fachlich von einer Lese-Rechtschreib-Störung (LRS).
Wichtig zu wissen: Kein IQ-Test in der Lerntherapie
Ein Punkt, der vielen Eltern wichtig ist – und den ich ganz klar benenne:
👉 Ich führe keinen IQ-Test durch.
Für einen schulischen Nachteilsausgleich wird in der Regel ein offizielles Gutachten benötigt, zum Beispiel durch
- einen Kinder- und Jugendpsychiaterin oder
- den schulpsychologischen Dienst.
Diese Stellen testen zusätzlich zu den Lese- und Rechtschreibfähigkeiten auch die Intelligenz.
In der Lerntherapie liegt der Fokus jedoch woanders.
Worum es in meiner Arbeit wirklich geht
Ich schaue nicht auf Intelligenz.
Ich schaue auf konkrete Lese- und Rechtschreibfähigkeiten.
Denn das ist die Realität:
Ein Kind kann sehr klug sein –
und trotzdem große Probleme beim Lesen und Schreiben haben.
Genau hier setzt meine Arbeit an.
Gezielt, individuell und ohne das Kind auf eine Zahl oder ein Etikett zu reduzieren.
Möchtest du dein Kind testen lassen?
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Kind mehr Unterstützung braucht als „noch mehr Üben“, dann melde dich gerne bei mir.
Eine fundierte Diagnostik ist oft der erste Schritt zu mehr Sicherheit – für dein Kind und für dich.
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