Verdacht auf LRS – Was du jetzt tun kannst
Wenn du diesen Artikel liest, hast du vielleicht das Gefühl, dass bei deinem Kind „etwas nicht stimmt“ – zumindest im Bereich Lesen und/ oder Schreiben. Vielleicht verrutscht es oft in der Zeile, schreibt Laute falsch, vermeidet das Lesen oder braucht ungewöhnlich lange für Hausaufgaben. Und irgendwann keimt in dir der Verdacht auf LRS…
Dieser Verdacht kann beunruhigend sein – aber er ist gleichzeitig ein wichtiger erster Schritt. Denn je früher du aufmerksam wirst, desto besser kannst du deinem Kind helfen. In diesem Artikel erfährst du, was du bei einem Verdacht auf LRS konkret tun kannst – ohne Panik, aber mit Klarheit.
🔎 1. Bewusst beobachten
Achte gezielt auf die Situationen, in denen dein Kind Schwierigkeiten hat.
Statt nur „schlechte Noten“ zu sehen, frag dich:
- Wie liest mein Kind laut vor?
- Versteht es, was es liest?
- Wie schreibt es unbekannte Wörter auf?
- Vertauscht es Buchstaben oder Silben?
- Vermeidet es Lesen oder Schreiben, wo es nur geht?
💡 Tipp: Notiere dir konkrete Beispiele. Das hilft dir später beim Gespräch mit Fachleuten oder Lehrkräften.
🧑🏫 2. Das Gespräch mit der Lehrkraft suchen
Lehrer:innen erleben dein Kind in einem anderen Kontext – oft beim Lesen vor der Klasse, beim Abschreiben, beim Diktat.
Frag nach:
- Wie schätzen sie die Lese- oder Rechtschreibleistungen ein?
- Gibt es Auffälligkeiten im Vergleich zur Klassengemeinschaft?
- Gibt es bereits Fördermaßnahmen oder eine Empfehlung zur Diagnostik?
💬 Gemeinsam könnt ihr besser einschätzen, ob der Verdacht auf LRS begründet ist – oder ob vielleicht eine vorübergehende Entwicklungsverzögerung oder Konzentrationsschwäche dahintersteckt.

📚 3. Informiere dich über LRS
Viele Eltern fühlen sich nach dem ersten Verdacht überfordert oder verunsichert.
Deshalb ist es wichtig, sachlich und einfühlsam informiert zu sein:
- Was genau ist LRS?
- Wie entsteht sie?
- Was bedeutet sie für den Alltag in Schule und Familie?
- Welche Fördermöglichkeiten gibt es?
💡 Wichtig zu wissen:
LRS hat nichts mit Intelligenz zu tun. Viele betroffene Kinder sind ausgesprochen klug – sie brauchen nur andere Wege, um zu lernen.
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🎲 4. Frühzeitig fördern – aber ohne Druck
Gerade am Anfang hilft spielerisches, entspanntes Üben oft mehr als Übungshefte oder Nachhilfe.
Beispiele:
- Kurze Lesespiele (z. B. Wörterjagd mit der Taschenlampe)
- Laute klatschen und Silben hüpfen
- Schreiben mit bunten Stiften oder auf Sand
- Wörter mit Lego legen oder magnetisch sortieren
📌 Ziel ist nicht, „schneller“ zu lernen, sondern Freude und Selbstvertrauen zu stärken.
🩺 5. Professionelle Diagnostik anstoßen
Wenn der Verdacht bestehen bleibt, solltest du eine fachliche Einschätzung einholen.
Mögliche Anlaufstellen:
- Schulpsychologischer Dienst
- Kinder- und Jugendpsychologen mit LRS-Erfahrung
- Lerntherapeut:innen (oft mit speziellem LRS-Fokus)
- Manche Grundschulen bieten auch Screening-Verfahren an
💡 Eine offizielle Diagnostik ist häufig Voraussetzung für Nachteilsausgleiche in der Schule oder gezielte Förderung im Rahmen einer Lerntherapie.
❤️ Fazit: Du bist der wichtigste Faktor für dein Kind
Wenn du aufmerksam bist, liebevoll begleitest und dir Informationen holst, hast du bereits den entscheidenden Schritt gemacht.
Denn das Wichtigste ist nicht, ob dein Kind perfekt schreiben oder lesen kann – sondern, dass es sich verstanden, sicher und angenommen fühlt.
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